Acht Argumente für ein Elektroauto

Dezember 1, 2020

Fahrspaß, gute Umweltbilanz und günstige Betriebskosten sind nur drei Gründe, die für ein Elektroauto sprechen. Hier findet Ihr die acht wichtigsten Argumente für den Kauf eines Elektroautos.

1. Bis zu 90 Prozent Wirkungsgrad

Elektroautos sind nicht so komplex und damit auch weniger störanfällig wie ihre verbrennungsmotorischen Brüder und Schwestern. Ein Elektromotor ist ein relativ einfaches Modul, das preiswert in großen Stückzahlen hergestellt werden kann. Verbrennungsmotoren sind viel komplexer und bestehen aus vielen Bauteilen. Das macht sie verschleiß- und störanfällig. Ein Elektroauto enthält in Summe deutlich weniger Teile. Das bedeutet weniger Service und günstigerer Unterhalt. Ein paar Beispiele: Eine E-Auto benötigt weder ein Getriebe, noch einen Katalysator oder einen Auspuff. Allerdings braucht es teure und derzeit noch relativ schwere Akkus. Sie können aber viel flexibler verbaut werden und ermöglichen so neue Designmöglichkeiten und einen großzügigeren Innenraum. Noch viel bedeutsamer ist aber, dass der Wirkungsgrad eines E-Autos den eines konventionell angetriebenen Autos um Längen schlägt: Zwischen 80 und 90 Prozent der in der Batterie gespeicherten Energie werden in Bewegung umgesetzt. Verbrenner verlieren fast zwei Drittel der im Sprit enthaltenen Energie, vor allem durch innere Reibung und Abwärme. Die komplette Technik des E-Autos ist somit bis zu drei Mal energieeffizienter.

2. E-Autos sind nicht teuer

Sind Elektroautos teuer? Das wird von den Kritikern immer gerne verbreitet. Richtig ist aber, dass es bis Ende 2021 eine Förderung von bis zu 9000 Euro beim Kauf eines E-Autos gibt. Das gilt bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro. Gerade die kleineren Modelle sind dadurch enorm günstig zu bekommen. Zum besseren Einordnen: Im Durchschnitt gaben deutsche Autokäufer 2017 mehr als 30.000 Euro für einen Neuwagen aus, für Dieselmodelle waren es sogar 38.000 Euro. Wenn Du nicht genug Geld auf dem Konto hast, gibt es auch interessante Leasingangebote. Zudem winkt E-Auto-Käufern eine zehnjährige KFZ-Steuerbefreiung.

3. Laufende Kosten

Wichtig für einen ernsthaften Kostenvergleich der Antriebskonzepte ist auch ein Blick auf die Betriebskosten. Das sind die Ausgaben, die Du für Tanken, Inspektionen und mögliche Reparaturen hast, plus der Wertverlust des Autos. Bei einem Golfklasse-Fahrzeug kommen so schnell bis zu 500 Euro pro Monat zusammen bei jährlich 15.000 Kilometern. Den Löwenanteil machen die Energiekosten aus: Bei einem Verbrenner mit einem Verbrauch von sieben Litern pro 100 Kilometern etwa kostet diese Strecke 10 Euro. Ein vergleichbares E-Auto (Verbrauch: 16 bis 18 Kilowattstunden) kommt bei gleicher Strecke etwa auf 5,40 Euro. Da auch die Ausgaben für Service und Reparaturen deutlich geringer sind, fahrt Ihr elektrisch erheblich preiswerter.

4. Kostenlose Park- und Ladeplätze für E-Autos in der City

Parken und Laden gehört bei E-Autos oft zusammen. Deshalb ist die Lademöglichkeit zu Hause auch enorm wichtig. Am besten ist eine Garage mit eigener „Wallbox“, die das Laden deutlich beschleunigt (3 bis 4 Stunden). Zur Not geht es auch mit einer gewöhnlichen Steckdose, dann allerdings braucht ihr für einen kompletten Ladevorgang bis zu 14 Stunden. In stark frequentierten Großstädten werden E-Autos derzeit noch bevorzugt behandelt und finden leicht einen zentralen Parkplatz mit Ladesäule. Die umständliche Tankstellensuche und Diesel-Rückstände an den Fingern kannst Du als E-Auto-Fahrer künftig vergessen

5. Heute schon bis zu 500 Kilometer Reichweite

Die Reichweitendiskussion ist allgegenwärtig, sobald das Thema auf E-Autos kommt. In den meisten Fällen ist diese Diskussion völlig überflüssig. Viel E-Autos schaffen heute schon 200 bis 300 Kilometer, immer mehr tragen Euch sogar schon bis zu 500 Kilometer weit mit einer Akkuladung. Relevant ist das für die meisten Autofahrer sowieso nicht. Denn in Deutschland gibt es nur neun Prozent Vielfahrer, die jährlich mehr als 20.000 Kilometer zurücklegen. Aber selbst für sie wird es in Kürze ausreichend Schnellladesäulen geben, an denen das Auto innerhalb von 20 Minuten wieder auf 80 Prozent geladen wird. Dann macht man eben alle zwei bis drei Stunden eine Kaffeepause, was ohnehin zu empfehlen ist. Alle anderen Deutschen legen rund 40 Kilometer täglich mit dem Autos zurück. Ein Reichweitenproblem werden sie also so gut wie nie haben!

6. Elektroautos fahren lokal emissionsfrei

Ein Elektroauto hat keine lokalen Emissionen, was das Klima in großen Städten deutlich verbessert, weil es keinerlei Feinstaub, CO2 oder Stickoxide emittiert. Wenn ein Stromer zusätzlich mit grünem Strom aus regenerativen Quellen betankt wird, ist auch die gesamte Ökobilanz noch einmal ein Stück besser. Autos mit Dieselantrieb ohne mindestens Euro-6-Norm dürfen schon heute nicht mehr in einige deutsche Innenstädte einfahren. In Zukunft werden es sicher noch mehr.

7. Stromer machen Spaß

Wer einmal ein Elektroauto progefahren hat, wird erstaunt von der Beschleunigung sein. Anders als ein Auto mit Verbrenner, das erst mit zunehmender Drehzahl sein Drehmoment aufbaut, verfügt ein E-Motor vom Start weg über das maximale Drehmoment. Das lässt selbst kleine Stromer an der Ampel wie ein Sportwagen durchstarten. Beim Bremsen „rekuperieren“ Stromer, das heißt sie gewinnen Energie zurück, die die Batterie nachlädt. Du hast also Fahrspaß mit gutem Gewissen.

8. Voll zukunftsfähig

Die Autos der Zukunft werden autonom fahren und sind untereinander und mit der Umgebung vernetzt. Sie werden etwa mit Parkhäusern und Ampeln kommunizieren und so selbständig Parkplätze finden oder die Geschwindigkeit optimal für eine „grüne Welle“ einstellen. Das Elektroauto ist schon heute bestens auf diese Herausforderungen vorbereitet.

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