Sieben falsche Fakten zu E-Autos

November 27, 2020

In der Öffentlichkeit und in den Medien kursieren viele falsche Informationen zu Elektroautos. Hier haben wir die sieben wichtigsten Mythen zu Stromern gesammelt und sagen Dir, wie es wirklich ist!

1. Geringe Reichweite

Dauerthema der E-Auto-Kritiker ist die angeblich geringe Reichweite im Vergleich zu Autos mit Verbrennungsmotor. Man könnte fast den Eindruck haben, dass man mit einem E-Auto ständig liegenbleibt! Richtig ist, dass die ersten Elektroautos vor einigen Jahren noch geringe Reichweiten hatten. Aber die Batterietechnologie hat sich seither massiv weiterentwickelt. Die Akkus sind viel leistungsstärker und auch leichter geworden. Mit einem aktuellen Modell wie dem Tesla Model S schaffst Du 600 Kilometer bis zum nächsten Ladestopp. Selbst mit dem Cityflitzer Renault Zoe fährst Du locker 400 Kilometer am Stück. Und weißt Du, wie viel Kilometer der Durchschnittsdeutsche täglich zurücklegt? Es sind mickrige 40 Kilometer am Tag. Und das ist in vielen Ländern der Welt kaum anders. Muss man noch mehr wissen?

2. Hohe Preise

Elektroautos sind zu teuer – auch ein beliebtes Argument der Gegner! Das stimmt heute so nicht mehr. Sie sind kaum noch teurer als vergleichbare Autos mit Verbrenner. Aktuell sind viele sogar deutlich preiswerter, weil der Staat und auch die Hersteller selbst den Verkauf massiv fördern. Nur die große Premiummodelle kosten mehr – aber Luxus hat eben seinen Preis. Und das ist bei konventionellen Autos auch nicht anders. Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein aktueller Renault Zoe kostet nur minimal mehr als das Vergleichsmodell mit Benzinmotor. Durch die Förderung bekommst Du es sogar billiger! Hinzu kommen Steuervorteile, günstige Einstufungen bei den Versicherungen und sehr geringe Unterhaltskosten bei Elektroautos. Pro 100 Kilometer zahlst Du also deutlich weniger im Betrieb.

3. Kaum Lademöglichkeiten

Es stimmt: Die Zahl der Ladesäulen ist noch nicht optimal – insbesondere in den Citys. Aktuell gibt es etwas mehr als 10.000 Ladesäulen in Deutschland, der rasche Ausbau der Lade-Infrastruktur lässt die Zahl aber täglich steigen. Der Staat und auch die Hersteller tun gerade alles dafür, die Elektromobilität weiter zu fördern und den Anteil der E-Autos auf den Straßen zu erhöhen. Gerade werden auch private Tiefgaragen immer häufiger mit Ladeterminals ausgerüstet.

In ländlichen Regionen ist das Laden schon heute problemlos möglich. Hauseigner können sogar den selbstproduzierten Solarstrom über die eigene „Wallbox“ in den Akku ihres Autos einspeisen. Aber auch ohne eigene Solarpanels kann mit der Wallbox direkt Strom aus der Steckdose „getankt“ werden.

4. Lange Ladezeiten

Stimmt – das Laden dauert derzeit noch etwas länger als das Nachtanken Deines Autos mit Otto- oder Dieselmotor. Mit letzterem bist du in der Regel nach fünf Minuten fertig. So schnell kannst Du im Moment den Akku Deines E-Autos nicht vollladen. Besonders lange dauert es, wenn Du Deinen Wagen an einer normalen Haushaltssteckdose auflädst. Abhängig davon, wie leer die Batterie bereits war, kann ein kompletter Ladezyklus hier bis zu 17 Stunden dauern. Aber keine Bange: In den meisten Fällen geht es deutlich schneller. Dazu musst Du Dir nur eine Wallbox zu Hause installieren lassen. Eine komplette Ladung dauert dann nur noch drei bis vier Stunden. Die Wallbox verkaufen dir viele Hersteller heute gleich mit dem Elektroauto mit.

Sozusagen im Eiltempo geht es an öffentlichen Schnellladestation. Wenn Du dein Auto dort ansteckst, dauert das komplette Laden nur noch zwei bis drei Stunden. Wenn Du Dir jetzt noch vor Augen führst, dass die durchschnittliche tägliche Fahrleistung ja nur 40 Kilometer beträgt, sind die Ladezeiten für viele Menschen schon heute überhaupt kein Thema mehr.

5. Mogelpackung Zero-Emission

Manche kritisieren die Ökobilanz von Elektroautos, da etwa bei der Produktion des Autos und vor allem der Batterien viel Strom verbraucht werde, der oft nicht regenerativ erzeugt wird. Das treibe die CO2-Emissionen in die Höhe. Ein Auto mit Verbrenner erreiche diese CO2-Emissionen erst nach einigen Jahren Laufzeit.

Verschiedene Studien widerlegen dieses Argument eindeutig: Wichtig ist es dabei immer, den kompletten Lebenszyklus eines Autos zu betrachten – von der Produktion, über die Laufzeit, bis zur Verschrottung. Und über den gesamten Lebenszyklus gesehen, ist die Treibhausgas-Bilanz des E-Autos schon heute deutlich besser als bei einem Verbrenner. Die Bilanz wird noch besser, je mehr der Strom für die Produktion und den Betrieb aus regenerativen Quellen kommt. Und dazu haben sich die Länder der EU verpflichtet.

6. Scheußliches Design

Stimmt – die ersten Autos mit alternativen Antrieben waren meist keine Augenweiden. Viele erinnern sich an den Toyota Prius, der bereits 1997 als Plug-In-Hybrid auf den Markt kam. Aber trotz seines ungewöhnlichen und cw-Wert-optimierten Designs war das Modell vor allem in den USA und in Asien sehr erfolgreich. Auch Leonardo DiCaprio fuhr damit schon vor Jahren zur Oscar-Verleihung. Aber die Hersteller von E-Autos haben mittlerweile erkannt, dass das Design für den Verkaufserfolg eine enorme Rolle spielt. Deshalb gibt es heute viel auch optisch attraktive Modelle von BMW, Audi, VW, Teslas und vielen anderen Marken. E-Auto müssen sich definitiv nicht mehr verstecken!

7. Geräuschlos und gefährlich

Ein E-Auto fährt nahezu geräuschlos und ist deshalb eine Gefahr für Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer. Aber das stimmt so gar nicht: In den USA gibt es seit Jahren deutlich mehr E-Autos und Hybride auf den Straßen als bei uns. Deshalb haben die Amerikaner schon früh das sogenannte Acoustic Vehicle Alert System (AVAS) entwickelt, ein akustisches Warnsystem für Elektroautos. Das System ist seit 1. Juli 2019 auch für alle in der EU neu zugelassenen Elektroautos verpflichtend.

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